Container vom 6. April 2009 von
Youtube blutet Geld
Was YouTube kostet und einfährt.
YouTube ist für Google noch lange kein gutes Geschäft. Spencer Wang, Analyst bei der CreditSuisse, schätzt, dass der Videokanal in diesem Jahr seine Einnahmen zwar auf 240 Millionen Dollar steigern können wird. Nach wie vor hat YouTube, das die Phase des Wilden Westens so langsam hinter sich lässt, große Probleme, Werbende von der Wirksamkeit der im großen Durcheinander von legal, illegal und halblegal, von amateurhaft, laien-genial, professionell und kommerziell geschalteten Anzeigen zu überzeugen. Eine Reaktion darauf ist nicht nur die automatisierte Rechteüberwachung in Zusammenarbeit mit den Inhabern [vgl. exemplarisch die Auseinandersetzung um Kevin Lees filmvermittelnde Videos], sondern auch die zunehmende Einrichtung spezieller Kanäle. De facto entwickelt sich YouTube so gerade zu dem, was nach herkömmlicher Auffassung als gigantischer Fernsehanbieter mit abertausenden von Kanälen zu bezeichnen wäre.
Die Einnahmen werden, so deshalb noch einmal Wang, bei weitem nicht hinreichen, um die geschätzten Kosten von 710 Millionen Dollar auch nur im entferntesten zu amortisieren. In der Summe stecken nicht nur Gebühren, die - wie gerade auf die unsanfte Weise mit der Gema - mit den Urheberrechteinhabervertretern ausgehandelt werden. Inbegriffen sind auch die gewaltigen Server- und Streaming-Kosten, die sich, schätzt Wang, auf rund 360 Millionen Dollar summieren. [Meldung hier; via turi2]



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