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Aktuelle Print-Ausgabe:
CARGO Film/Medien/Kultur 41
vom 22. März 2019

CARGO 41 Cover, CARGO 40 Cover,

Container vom 27. November 2008 von Cargo

Claude Lévi-Strauss gestorben
Morgen wird der Ethnologe und - neben Ferdinand de Saussure - wohl wichtigste Begründer des französischen Strukturalismus Claude Lévi-Strauss hundert Jahre alt. Arte feiert einen Tag zu früh. Einschalten lohnt trotzdem.

Claude-Lévi Strauss, der strukturalistische Ethnologe, Analytiker des Rohen, des Gekochten und vor allem der Differenz zwischen beiden, Nestor der bedeutendsten französischen Theoriebewegungen des 20. Jahrhunderts, ist im Alter von 100 Jahren gestorben. In jeder Hinsicht eine Jahrhundertfigur, ein auch im Bewegtbild festgehaltenes Leben.

Das umfassendste im Netz auffindbare Dokument ist Pierre Beuchots einstündiges Porträt aus dem Jahr 2004,  das auf einem Interview mit Lévi-Strauss aus dem Jahr 1972 beruht und von Youtube-Nutzern teilweise mit - übrigens verlässlichen - englischen Untertiteln versehen wurde. Hier der erste Teil, die komplette Übersicht gibt es bei Youtube.

Alle weiteren Originaldokumente dann ohne Untertitel, nur in französischer Sprache. Einen achtminütigen Schnipsel des Denkers inmitten von Bibliothekskatalogen kann man hier sehen: es ist die derzeit wohl älteste im weltweiten Netz-Archiv auffindbare Aufnahme.

Ein weiterer kurzer, aber interessanter Film zeigt Lévi-Strauss im Jahr 1974, dem Jahr, in dem er in die Académie Francaise aufgenommen wurde (wo er sich dann als Gegner der Aufnahme von Frauen in die exklusive Runde unsterblich eher blamierte): In den Filmaufnahmen sieht man ihn beim Aussuchen des Académicien-Habits. Es geht bei der Gelegenheit aber auch um Fragen seiner ethnologischen Theorien. (Und etwas off topic: Im französischen Medienarchiv INA finden sich auch Aufnahmen von einer sehr viel früheren Académicien-Wahl, man sieht etwa Jean Cocteau, André Maurois und Marcel Pagnol bei der Ankunft.)

retrouver ce média sur www.ina.fr

 

Und zuletzt noch die wohl jüngste Aufnahme des Ethnologen im Netz, entstanden für eine brasilianische Dokumentation aus dem Jahr 2005:


 


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