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Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 06 vom 10. Juni 2010

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Was die Welt so dreht

Neuigkeiten von entstehenden Filmen.

19.12.2008, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, News

Ari Folman, dessen "Waltz With Bashir" auf vielen Jahresbestenlisten figuriert (und unsere sehr partielle Liste anführt), will nun zurück in die Zukunft. Er hat, wie der Hollywood Reporter meldet, die Rechte zu Stanislaw Lems Erzählung "Der futurologische Kongress" erworben und will daraus einen Realfilm-Animations-Hybrid machen.

Abgemachte Sache scheint nun, ist einem Artikel in der Seattle Times zu entnehmen, dass David Cronenberg ein Remake von Nacho Vigalandos spanischem Zeitreise-Thriller "Timecrimes" dreht. Der Film schickt seinen Helden genau eine Stunde zurück in der Zeit, wo er dann den Kampf gegen sein früheres Selbst aufnehmen muss.

Der bisher in Sachen Spielfilm eher glücklose Mark Romanek - "One Hour Photo" war interessant, aber nicht mehr; sein Projekt "The Wolf Man" scheiterte dann - soll nun Kazuo Ishiguros Nicht-Ganz-SciFi-Roman "Never Let Me Go" verfilmen, nach Drehbuch von Alex Garland ("The Beach"). 

Sylvester Stallone kommt gewaltig schon wieder zurück. Für seinen neuen Film "The Expendables" hat er Jason Statham, Jet Li und wohl auch Dolph Lundgren verpflichtet. Die Jungs nehmen es in dem Film, der im nächsten Frühjahr gedreht werden soll, mit einem südamerikanischen Diktator auf. (Hm, angesichts der politischen Neigungen von Stallone ist die realweltliche Vergleichs-Auswahl ganz sicher aufs linke Spektrum beschränkt.) 

Gedreht wird gerade Terrence Malicks neuer Film "Tree of Life" mit Brad Pitt in der Hauptrolle. So richtig viele Details sind, wie bei Malick üblich, noch nicht bekannt. Als "kosmisches Epos, als Hymne ans Leben" (ähem) feiert die Produktionsfirma das entstehende Werk schon mal in leicht bedenklicher Wortwahl. Es geht, so viel erfährt man, um einen Jungen, der seinen unschuldigen Blick auf die Welt verliert. Ein paar Anekdoten und Bilder sind immerhin schon in die Öffentlichkeit gelangt. (Und es heißt, dass der Film für Cannes 2009 fertig werden soll.)

Bret Easton Ellis schreibt ein Drehbuch. Interessant. Über die so schreckliche wie faszinierende Geschichte des Doppelselbstmords der Computerspieldesignerin Theresa Duncan und des jungen Kunst-Stars Jeremy Blake. (In P.T. Andersons "Punch Drunk Love" gab es auch im Kino Kunst von Blake zu sehen - etwa in der Vorspann-Sequenz.) Hoch interessant. Sehr spannend sogar. Das Schicksal der beiden hatte außerordentlich viel Aufmerksamkeit erregt, weil sie ein sehr erfolgreiches, schönes, unzertrenntliches Paar schienen, das ohne ersichtlichen Grund Selbstmord beging. Darsteller, Regie: noch unklar.

Eher gleich vergessen kann man vermutlich das US-Remake des herausragenden südkoreanischen Blockbusters "The Host". Produziert wird das ganze nämlich vom Karibik-Piraten Gore Verbinski, Regie führt der Werbefilmer Fredrik Bond als Spielfilm-Debütant. Die Monster-Effekte, die im Original schon nicht schlecht waren, kriegen sie vermutlich beeindruckender hin. Aber der Witz und die rasanten Tonlagen-Wechsel und, nicht zuletzt, die scharfe US-Kritik?

Und dann noch mutmaßlich exzellente Neuigkeiten für alle "Battlestar Galactica"-Fans, die dem im nächsten Frühjahr bevorstehenden Ende der Serie mit Bangen entgegensehen. Es gibt nämlich grünes Licht für das Spinoff "Caprica", das auf dem titelgebenden Erd-Ersatz-Planeten spielt, den dessen Erdbewohner zu Beginn von "Battlestar Galactica" bekanntlich in Richtung Kampfstern im Weltall verlassen mussten. Logischerweise spielt "Caprica" deshalb zeitlich vor "Battlestar" und ist weitgehend frei von Weltraumkämpfen und Kampfsternen aller Art. Im Zentrum stehen die Schicksale zweier Familien. Dass die Adamas darunter sind, wird den Kenner nicht überraschen. Die Familie der Greystones (angeführt von Eric Stoltz) ist bisher noch nicht in Erscheinung getreten.

via Vanity Fair, Empire, Hollywood Reporter, Greencine Daily, Coudal


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