CARGO Container
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Dancing with Avatars
Slavoj Zizek über Cameron.
Der zuletzt oft etwas sehr wirre Slavoj Zizek (hier im CARGO Audio-Gespräch) mit einem guten Text wider "Cameron's superficial Hollywood Marxism":
”Avatar's fidelity to the old formula of creating a couple, its full trust in fantasy, and its story of a white man marrying the aboriginal princess and becoming king, make it ideologically a rather conservative, old-fashioned film. Its technical brilliance serves to cover up this basic conservatism. It is easy to discover, beneath the politically correct themes (an honest white guy siding with ecologically sound aborigines against the "military-industrial complex" of the imperialist invaders), an array of brutal racist motifs: a paraplegic outcast from earth is good enough to get the hand of abeautiful local princess, and to help the natives win the decisive battle. The film teaches us that the only choice the aborigines have is to be saved by the human beings or to be destroyed by them. In other words, they can choose either to be the victim of imperialist reality, or to play their allotted role in the white man's fantasy. (Der ganze Text ist hier).
Der Schlussteil ist vielleicht etwas Richtung politische Realität gezwungen; die angesprochenen Vorkommnisse im indischen Bundesstaat Orissa sind aber doch bedenklich (hier der entsprechende Text von Arundhati Roy).
(Via)
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Die Kritiker der Elche
FAZ im Spiegel.

Das mit dem besten fremdsprachigen Film hat sich die FAZ sicher auch anders vorgestellt, als sie eine Doppelseite im aktuellen SPIEGEL gekauft hat, auf der Haneke nicht nur seinen klugen Kopf für eine nun peinlich ins Leere laufende Event-Anzeige hergibt, sondern, paratextuell gedacht, auch den Burkhard Klaußner mimt. Wie sollen wir das eigentlich deuten? Abgesehen davon, dass die selbstgratulatorische Kampagne auch nicht mehr ganz taufrisch ist, hat sie doch den Vorteil, dass nun immerhin dokumentiert ist, wie ernst Haneke die «historische These» von Das weisse Band selbst nimmt.
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Ben Stiller
Best Supporting Role.
Dank für den Hinweis an Ben Stiller-Fan Robin Celikates (vgl. zum Thema CARGO #5, erscheint am 25. März 2010)
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The Hurt Locker
Konsensfilm
Aus aktuellem Anlass noch einmal der Verweis auf Simon Rothöhlers CARGO-Text über The Hurt Locker. Und beim Blick auf unser Jahresrating 2009 muss man wohl sagen: Konsensfilm!
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Oscar für Waltz?
Die Stunde der Knalltüte.
Hinweis auf einen Artikel im Magazinteil. Bert Rebhandl fragt aus aktuellem Anlass danach, wie Christoph Waltz die Rolle des Judenjägers Hans Landa genießbar macht. Und erklärt, warum man die Art, in der er das tut, dubios finden kann.
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Deutschland in der Nacht
Hinweis.
Im Österreichischen Filmmuseum in Wien startet übermorgen eine bemerkenswert kuratierte Reihe, die einen alternativen Blick auf die deutsche Filmgeschichte wirft - mit Arbeiten u.a. von Sohrab Shahid Saless, Želimir Žilnik, Walter Heynowski/Gerhard Scheumann und Eberhard Fechner. Das Programm finden Sie hier, es lohnt sich, darin zu stöbern.
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Heise/Harlan
Für den Freitag präzisiert Thomas Heise noch einmal seine Erfahrungen mit Thomas Harlan beim komplizierten Dreh von Wundkanal (siehe auch CARGO #1, S. 31) und erzählt von einem eigenen Projekt, das bis heute nicht realisiert wurde:
«Als alles vorbei war, habe ich mich nicht mehr darum gekümmert. Ich hatte mit meinen eigenen Katastrophen zu tun und saß an einer Recherche über ein Kaff in Mecklenburg und einen Zug mit 6.000 gefangenen Frauen, der dort am Ende des Krieges zwei Tage lang gehalten hatte und dann verschwunden war. Jahre später wurde am Bahnhof des Nestes ein Massengrab entdeckt, von dem niemand aus dem Dorf etwas gewusst haben wollte. Am Ende der Geschichte hatte ich ein Konvolut aus Geschichten und marschierte mit einem Bergarbeiter über die 600 Meter lange Sohle eines alten Salzbergwerks in Morsleben, in dem nach dem Krieg Hühner gezüchtet worden waren, weil die unterirdischen Hallen schon einen Betonfußboden besaßen und „im letzten Krieg industriell genutzt“ worden waren. Von der Nutzung als Außenlager A III des KZ Neuengamme stand nichts in der Expertise. Die Hühner waren weg, es wurde Atommüll eingelagert aus dem volkseigenen Kernkraftwerk „Bruno Leuschner“. Aus dem Film ist nichts geworden.»
Den gesamten Text finden Sie hier.
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Farber on Film: Polito/Patterson
Heft Update.
Das trifft sich gut mit unserer Farber-Strecke im aktuellen Heft: Patrica Patterson (Farbers Mitarbeiterin und Witwe) und Robert Polito (Herausgeber von "Farber on Film") über Manny Farber (via film studies for free). Das ist in englischer Sprache, natürlich, aber der Youtube-Clip hat - auf der Originalseite, hier also - diese irren neuen Funktionen (auf das rote cc klicken), die erstens das Audio ins Englische transkribieren und dann die automatische Übersetzung des Transkribierten ins Deutsche (neben vielen anderen Sprachen) ermöglichen. Da steht neben Verständlichem auch viel Gibberish, ich könnte trotzdem stundenlang Untertitel gucken.



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